Der Fördererkreis unterstützt Projekte mit überregionalem Bezug im Hochschul- und Bildungsbereich, die von Studierenden in selbstorganisierter Form gestaltet werden.
Anträge sind schriftlich und formlos an den Vorsitzenden zu richten. Über die Unterstützung entscheidet der Vorstand. Der Anteil der Kostenübernahme durch den Fördererkreis soll 50 Prozent der Gesamtkosten nicht überschreiten. Die Auszahlung erfolgt nach Eingang und Prüfung der Abrechnung. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. Gerichtsstand und Erfüllungsort ist Hamburg.
Ausgewählte bisherige Fördermaßnahmen:
Auch in diesem Jahr bietet der Fördererkreis Seminare an, die dazu einladen, sich mit kritischer Theorie und zentralen gesellschaftlichen Themen auseinander zu setzen. Die Seminare sind offen für jede und jeden und erfordern keinerlei Vorkenntnisse. Fahrtkosten können auf Antrag erstattet werden.
Die Seminarreihe wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Peak Everything: Alternativen zur Ökologie als Herrschaftsinstrument
11. bis 13. November 2011 in Leipzig
Kontakt: Kerstin Wolter
Klimakämpfe und Ökologie rücken seit einem Jahr ins Bewusstsein linker politischer Akteure und sind zentraler Gegenstand der öffentlichen Meinungsbildungsprozesse. Für Linke eröffnet das Themenfeld die Möglichkeit, zu verdeutlichen, dass eine auf Profitinteressen von Unternehmen ausgerichtete Wirtschaftsordnung vor die Interessen der Mehrheit nach Sicherheit und Erhalt der Natur gestellt werden. Die Anti-AKW-Bewegung der letzten Monate vermochte es mit ihren kreativen und zugleich radikalen Aktionsformen Menschen durch alle gesellschaftlichen Schichten zu bewegen. Welche Potenziale für eine gesellschaftliche Veränderung über einen bloßen Green New Deal hinaus verbergen sich in der Protestbewegung?
Kritik des Parlamentarismus
3. bis 4. Dezember bei Berlin
Kontakt: Jan Latza
Linke Kritik an der Vorstellung, das Parlament sei der zentrale Hebel für gesellschaftliche Veränderung, hat eine lange Geschichte. Abhängig von den gesellschaftlichen Kämpfen entwickelten sich in der sozialistischen Arbeiter- und Arbeiterinnenbewegung unterschiedliche Positionen zum Verhältnis Bewegung – Partei – Parlament und zur Rätedemokratie als Alternative zum bürgerlichen Parlamentarismus. Die sozialen Bewegungen der 1960er, 70er und 80er Jahre kritisierten eine "Entdemokratisierung" der parlamentarischen Demokratie. Aus diesen Bewegungen hervorgegangene Parteien, wie die Grünen, trugen zur Integration der Bewegungen und ihrer Anliegen in das kapitalistische System bei. In der marxistischen Theorie wird die parlamentarische Demokratie einerseits als Teil bürgerlicher Herrschaft kritisiert. Andererseits wird betont, dass durch den Parlamentarismus auch historische Fortschritte und Kompromisse entstanden sind. Diese sind im neoliberalen Staat weitgehend rückgängig gemacht worden: Die Bedeutung des Parlaments selbst wurde geschwächt und die "Krise der Demokratie" gehört mittlerweile zur Normalität. Welche Konsequenzen sind daraus für sozialistische Politik im 21. Jahrhundert zu ziehen? Wie ist das Verhältnis von sozialen Bewegungen und linken Parteien zum parlamentarischen System? Wie können Perspektiven für eine Demokratisierung der Demokratie aussehen?
Für dieses Seminar wird ein Teilnahmebeitrag von Euro 10,- erhoben.
Revolutionäre Realpolitik:
Organisationsfrage und Strategien sozialistischer Transformation
10. bis 12. Dezember 2010 bei Berlin
Kinder, Küche, Kirche und die Politik der schwarz-gelben Regierung: Geschlechterverhältnisse in der heutigen Gesellschaft
26. bis 28. November 2010 in Münster
Wer hat Angst vor Kopftuchmädchen?
Erscheinungsformen und Funktion der Islamophobie
28. bis 30. Mai 2010 in Leipzig
Kritik an die Uni!
Kritische Wissenschaft und Hochschulen im Kapitalismus
21. bis 23. Mai 2010 in Darmstadt
Kapitalismus und Feminismus
20. bis 22. November 2009 in Köln
Der neue Imperialismus:
Kapitalismus, Krise und Staatenkonkurrenz im 21. Jahrhundert
30. Oktober bis 1. November 2009 in Leipzig
Make Capitalism History - Explaining the Crisis!
Die Finanzkrise aus marxistischer Sicht
30. Oktober bis 1. November 2009 in Leipzig
Organizing an der Hochschule:
Welche Elemente des "Organizing" aus den Gewerkschaften können linke Gruppen erfolgreich auf die Hochschulen übertragen?
13. bis 15. Februar 2009 in Frankfurt am Main
Imperialismustheorien:
Staatenkonkurrenz und Geopolitik im globalen Kapitalismus
14. bis 16. November 2008 in Frankfurt am Main
Ökologie geht nur von links
7. bis 9. November 2008 in Potsdam
Is this what democracy looks like?
Seminar zu Überwachungsstaat und Grundrechtsabbau
18. bis 20. Juli 2008 in Köln
Die Tomate flog nicht weit genug!
Gleichberechtigung von Frauen. Probleme und Perspektiven
4. bis 6. Juli 2008 in Berlin