Der Fördererkreis unterstützt Projekte mit überregionalem Bezug im Hochschul- und Bildungsbereich, die von Studierenden in selbstorganisierter Form gestaltet werden.
Anträge sind schriftlich und formlos an den Vorsitzenden zu richten. Über die Unterstützung entscheidet der Vorstand. Der Anteil der Kostenübernahme durch den Fördererkreis soll 50 Prozent der Gesamtkosten nicht überschreiten. Die Auszahlung erfolgt nach Eingang und Prüfung der Abrechnung. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. Gerichtsstand und Erfüllungsort ist Hamburg.
Ausgewählte bisherige Fördermaßnahmen:
Unterstützung des studentischen Kongresses Make Capitalism History, 2. bis 4. Oktober 2009 in Berlin.
Am Sonnabend, dem 3. Oktober 2009, sind alle Mitglieder und FreundInnen des Fördererkreises zum Abendempfang auf dem Kongress eingeladen: 19 Uhr, Hauptgebäude der Freien Universität Berlin (Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin), Raum KL 25/11. Die Begrüßung erfolgt durch Alex Demirovic, Mitglied des Vorstands der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Professor für Politikwissenschaften an der Technischen Universität Berlin.
Auch in diesem Jahr bietet der Fördererkreis vier Seminare an, die dazu einladen, sich mit kritischer Theorie und zentralen gesellschaftlichen Themen auseinander zu setzen. Die Seminare sind offen für jede und jeden und erfordern keinerlei Vorkenntnisse. Die Seminarreihe wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Organizing an der Hochschule:
Welche Elemente des "Organizing" aus den Gewerkschaften können linke Gruppen erfolgreich auf die Hochschulen übertragen?
13. bis 15. Februar 2009 in Frankfurt am Main
Kontakt: Friederike Benda, friederike.benda@googlemail.com
In diesem Seminar möchten wir den Ansatz des Organizing vermitteln und untersuchen, inwieweit er für politische Arbeit an Hochschulen genutzt werden kann. Einer der Referenten ist Juri Hälker, der bereits zahlreiche Organizing-Projekte der Gewerkschaften geleitet hat.
Für dieses Seminar wird eine Teilnahmebeitrag von Euro 5,- erhoben.
Make Capitalism History - Explaining the Crisis!
Die Finanzkrise aus marxistischer Sicht
30. Oktober bis 1. November 2009 in Leipzig
Kontakt: Win Windisch, winwindisch@hotmail.com
Mit: Lucas Zeise (Kolumnist Financial Times Deutschland) und Daniel Friedrich (Mitarbeiter von MdB Herbert Schui, wirtschaftspolitischer Sprecher der Linksfraktion).
Jahrelang werden die sozialen Angriffe auf eine Vielzahl der Lebensbereiche mit fehlenden Finanzen und externen Sparvorgaben begründet. Geht es aber um die Rettung des Finanzmarktsektors, sind leere Kassen plötzlich kein Problem mehr, die Maastricht-Vorgaben kurzerhand ausgesetzt.
Die aktuelle Finanzmarktkrise erhitzt die Gemüter, sie dominiert das politische Geschehen und wirft eine ganze Menge Fragen auf. Diesen nehmen sich bereits viele Veranstaltungen an. Oft fehlt jedoch ein tiefergehendes Verständnis für die Ursachen und Hintergründe der Krise.
Dieses soll das Weiterbildungsseminar vermitteln und die Teilnehmenden so fit für Diskussionen und die Durchführung eigener Veranstaltungen machen. Das Seminar stützt sich auf die marxistische Analyse der Finanzkrise bzw. Wirtschaftskrise und erklärt, warum Krisen im Kapitalismus notwendig sind. Krisen wird es immer wieder geben und nur ein konsequenter Antikapitalismus kann die Antwort auf die Krise sein.
Es wird einen Reader zur Vorbereitung geben.
Für dieses Seminar wird eine Teilnahmebeitrag von Euro 10,- erhoben. Fahrtkosten können auf Antrag erstattet werden.
Der neue Imperialismus
Kapitalismus, Krise und Staatenkonkurrenz im 21. Jahrhundert
30. Oktober bis 1. November 2009 in Leipzig
Kontakt: Win Windisch, winwindisch@hotmail.com
Mit: Tobias ten Brink (Uni Frankfurt/M., Autor u.a. von „Geopolitik. Geschichte und Gegenwart kapitalistischer Staatenkonkurrenz“) und Amy Holmes (Assistant Professor American University Kairo).
Seit Beginn des Irak-Krieges hat der Imperialismus-Begriff wieder Eingang in die breitere gesellschaftliche Debatte gefunden. Damit wird eine Entwicklung nachvollzogen, welche unter linken Theoretikern bereits Ende der 90er Jahre begann.
Mit den seit 2003 offen auftretenden Konflikten auch innerhalb der westlichen Staaten und weiter befeuert durch den Konflikt zwischen Georgien und Russland 2008 erlangen jene Analyseansätze wieder eine gesteigerte Beachtung, die die Kontinuität der Konkurrenz zwischen den mächtigsten Staaten ins Zentrum stellen.
Bekanntester Vertreter dieser Richtung ist David Harvey.
Wir wollen uns daher seine Erklärungsansätze für die Ursachen und die verschiedenen Formen von „innerimperialistischen Rivalitäten“ anschauen. Dabei ist neben den geo-politischen Aspekten eine zweite Frage unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise, inwiefern die globale ökonomische Konkurrenz verwoben ist mit staatlichen Konkurrenzverhältnissen.
Im Anschluss wollen wir dieses Theoriegerüst auf seine Anwendbarkeit bezüglich der heutigen weltweiten Konflikte prüfen.
Den Schwerpunkt der aktuellen Diskussion wollen wir auf den drohenden neuen Haupt-Konfikt USA vs. China legen. Amy Holmes wird die streitbaren Thesen von Giovanni Arrighi zum Aufstieg Chinas vorstellen.
Es ist ohne Vorkenntnisse möglich, sich an dem Seminar zu beteiligen. Ein Reader führt leicht verständlich in die Problematik ein.
Für dieses Seminar wird eine Teilnahmebeitrag von Euro 10,- erhoben. Fahrtkosten können auf Antrag erstattet werden.
Kapitalismus und Feminismus
20. bis 22. November 2009 in Köln
Kontakt: Katharina Volk, katharina.volk@gmx.at
In diesem Seminar suchen wir für uns eine Definition von Feminismus, setzen uns mit dem liberalen, marxistischen und radikalen Feminismus auseinander. Dabei geht es unter anderem um Werke von Clara Zetkin, Simone de Beauvoir und Judith Butler. Außerdem wollen wir uns kritisch mit neueren Konzepten wie Gender-Mainstreaming oder den „Alpha-Mädchen“ befassen.
Für dieses Seminar wird eine Teilnahmebeitrag von Euro 10,- erhoben. Fahrtkosten können auf Antrag erstattet werden.
Studentischer Kongress zum Jubiläum:
"40 Jahre 1968. Die letzte Schlacht gewinnen wir!"
http://www.1968kongress.de
Is this what democracy looks like?
Seminar zu Überwachungsstaat und Grundrechtsabbau
18. bis 20. Juli 2008 in Köln
Kontakt: Kolja Möller, kolja.moeller@gmx.de
Die Tomate flog nicht weit genug!
Gleichberechtigung von Frauen. Probleme und Perspektiven
4. bis 6. Juli 2008 in Berlin
Kontakt: Katharina Volk, katharina.volk@gmx.at
Ökologie geht nur von links
7. bis 9. November 2008 in Potsdam
Kontakt: Erik Richter, erik.richter@gmx.de
Imperialismustheorien.
Staatenkonkurrenz und Geopolitik im globalen Kapitalismus
14. bis 16. November 2008 in Frankfurt am Main
Kontakt: Win Windisch, winwindisch@hotmail.com